Seidenstrasse 2017


 Motorradreise aus der Schweiz nach Zentralasien

Schweiz, Italien, Griechenland, Türkei, Iran, Turkmenistan, Usbekistan, Kirgistan und Tadschikistan


Schaffhausen (CH) - Forli (IT) 27.04.2017

Ein langer Tag

7:30 Uhr das Motorrad ist bepackt und startklar. Noch ein Abstecher zum Stadthaus um die Stimmzettel einzuwerfen. Um dann über die Autobahn: Winterthur, Hinwil, Walensee, San Bernardino zum Treffpunkt in Bissone zu gelangen. Bis Andeer war das Wetter nass, um dann in frostig umzuschlagen und bei Schneefall und wenig Sicht ging es dem San Bernardinotunnel entgegen. In San Bernadino ein Foto 😉 Als ich nach dem Foto das Motorrad wieder starten wollte ging nichts mehr, Strom war wohl vorhanden. Jedoch drehte der Anlasser nicht. Also angerollt und weiter ging es. Kurz vor Bellinzona noch ein Tankstopp damit der Sprit bis nach Bissone reicht. Natürlich wollte der Anlasser nach dem Tanken immer noch nicht. Mit Hilfe eines  LKW-Fahrer klappte auch das Anschieben. " Nicht so leicht einen Einzylinder in der Ebene anzuschieben mit Regenvollmontur "
In Bissone eingetroffen erzählte ich Michel (unser Guide) vom Problem. nach kurzer Zeit war das Anlasserrelais ersetzt und das Knöpfchen ging wieder 🙂 Als wir komplett waren fuhren wir Richtung Chiasso los und verliessen die Schweiz in Richtung Italien. Nach einigen Kilometern Autobahn, den normalen Zahlstellenproblemen und einem Tankstop ging bei einer XT die Leistung in den Keller und fiel zurück. Als der Rest der Gruppe dies bemerkte waren wir schon zu weit auseinander. Bei Parma entschieden wir uns das der eine Teil schon ins Hotel vorfahren soll. Michel blieb zurück um auf die zwei zurück liegenden Motorräder und den Besenwagen zu warten. So fuhren wir also los Richtung Hotel, von dem wir nur den Namen wussten und keiner von uns hatte ein Navi 😉 Ausfahrt Forli und Hotel Morattina agriturismo mit diesen Infos fuhren wir los. In Forli erkundigten wir uns nach dem Weg und bekamen eine Wegbeschreibung, die jedoch nicht ganz eindeutig war, so dass wir schlussendlich bis Faenza zurückfuhren es wurde dunkel und der Tank leerer. Beim Bahnhof nahmen wir dann ein Taxi das uns den Weg wies. Um etwa 22:00Uhr kamen wir schliesslich im Hotel an. Der Rest unserer Gruppe kam  nur 30min später im Hotel an und somit auch unser Gepäck. zu allem Überfluss verlor Bruno auch noch das Nummernschild an seinem Motorrad... Unter dem Motte es kann nur noch besser werden beendeten wir den ersten Tag mit einem späten Abendessen.
Forli (IT) - Ancona (IT) 28.04.2017

Die Fähre wartet nicht

Nach einem ausgiebigen Frühstück fuhren wir bei trockenem Wetter los, sodass wir die Regenbekleidung heute nicht benötigten. Nach einigen weiteren Autobahn Kilometern erreichten wir planmässig die Fähre und verluden bei Sonnenschein unsere Motorräder.Mit betreten der Fähre änderte sich auch die Zeitzone und die Uhr sprang eine Stunde vorwärts. Nach dem Abendessen besprachen wir das Vorgehen und die Route des morgigen Tages.

 
Igoumenitsa (GR) - Platamonas (GR) 29.04.2017

Der erste Tag mit Fahrspass und Sehenswertem 

Der Tag begann auf der Fähre die wir bald in Igoumenitsa verliessen und die griechischen Strassen unter die Räder nahmen. Zuerst in Richtung Ioannina. Auf einer Kurvenreichen Strecken sind wir dann nach Metsovo gefahren wo wir Mittagspause machten. Frisch gestärkt ging es weiter zu den Meteora Klöstern die auf Felsen gebaut sind die etwas unwirklich in der Landschaft stehen.Der weitere Weg zum Hotel führte uns über unbefestigte Strassen, so dass wir das erste mal auf unserer Tour die Stollenbereifung testen konnten. Auch heute erreichten wir das Hotel erst nach Einbruch der Dunkelheit mit bester Laune da der heutige Tag
viel Fahrspass und Sehenswertes bot.

  

 
Platamonas (GR) - Platanitis (GR) 30.04.2017

Thessaloniki, Kavala, Kirche, Flussdurchfahrt...

  

Platanitis (GR) – Canakkale (TR) 1.05.2017

Türkiye'ye hoşgeldiniz     

Heute verliessen wir Griechenland schon wieder in Richtung Türkei.
Kurz vor der Grenze legten wir noch einen Tankstopp ein. Die Ausreise aus Griechenland war schon ungewohnt aber normal, dann folgte ein Stück Niemandsland mit bewaffneten Soldaten. Der türkischen Zoll wollte am ersten Häuschen die Fahrzeugpapiere sehen, am zweiten Häuschen ca. 200m später den Pass und die Fahrzeugpapiere und noch ein Häuschen später wurde das Nummernschild noch einmal in in den Computer eingegeben. Die ersten Meter nach dem Grenzübergang Ipsala waren sehr staubig… 
Nach einigen Kilometern und einem weiteren Tankstopp mit Kaffeepause ging es auf die Fähre nach Canakkale nahe Troja. In Canakkale bezogen wir unser Hotel. Hier steht auch das trojanische Pferd, dass im Film "Troja" verwendet wurde.

  

  

Canakkale (TR) – Gediz (TR) 02.05.2017

Kurven, Naturstrassen, Panorama…

  

 


Gediz (TR) – Beysehir (TR) 03.05.2017 

Dörfer, Kurven, Staub und viel Spass


 
Beysehir (TR) – Göreme (TR) 04.05.2017

Autobahn, Karavanserei und Ankunft in Göreme

Der Heutige Tag war geprägt durch lange Autobahn und Gerad Landstrassen.
Kurz vor Göreme besichtigten wir die Karavanserei Sultanhani wo zur blühte Zeit der Seidenstrasse die Karavanen ihre Güter umschlugen und ein reger Handel herrschte.

   
Ruhetag in Göreme (TR) 05.05.2017

Ballonflug, besichtigung der unterirdischen Stadt

Morgens früh um 04:00 war Tagwache, denn die Ballone starten früh Morgens um die Winde und die kühle Luft zu nutzen. Es war ein herrlicher Flug in den Sonnenaufgang über den Schluchten und Felsenhäusern von Göreme. Nach dem Frühstück ging es um 11:00 Uhr weiter zur Besichtigung der Unterirdischen Stadt Derinkuyu in der sich die Christen versteckt hielten und wo ca. 2000 bis 5000 Leute lebten.

  

  

 
Göreme (TR) – Divrigi (TR) 06.05.2017

Berge und endlose Weiten 

Heute verliessen wir Kappadokien ostwärts in Richtung Zentralanatolien.
Die Landschaft änderte sich von typischen Kappadokischen Steinpyramiden in Weitsicht mit eindrücklichem Panorama.Zu beginn des Tages begleitete uns am Horizont der Berg Erciyes Dagi, der 3916m Hoch und mit Schnee bedeckt ist.Unser Weg führte uns durch Kayseri wo wir unsere Wasservorräten auffüllten und Proviant einkauften.


  

 
Divrigi (TR) – Erzerum (TR) 07.05.2017

Pässe, Schnee und Regenbekleidung

Die heutige Etappe führte uns Nach Erzerum. Der Tag begann sehr verhangen, so dass wir mit Regenbekleidung losfuhren. Der Regen liess auch nicht lange auf sich warten. Zum Glück hatten wir zwischen Starkregen auch kurze trockene Abschnitte. Die Passüberfahrten waren jedoch nass und mit Temperaturen um null Grad nicht einladend für einen Fotostopp.

  

 
Erzerum (TR) – Dogubayazit (TR)

Strassenkontrollen, Matsch und kaltes Wasser 

Hier im Osten der Türkei ändert sich das Strassenbild. Immer wieder sind militärische Stützpunkte entlang der Strasse. Eingangs "Agri" war auf der Strasse ein Checkpoint, der unsere Pässe sehen wollte. Die Soldaten hatten geladene Waffen und kugelsichere Westen. Die Pässe waren dann aber doch nicht so wichtig. Nach einem Gruppenfoto mit Motorrad und Checkpoint Mannschaft durften wir weiterfahren. Von Agri führte unser Weg abseits befestigter Strassen zum See „Balik Gölü“ meist waren die Strassen gut befahrbar. Einige Stellen waren jedoch sehr matschig und zweimal war der Weg durch einen Bach unterbrochen. Diese Passagen gingen nicht ganz ohne nasse Füsse vonstatten. Und das Wasser war nicht von der wärmsten Sorte. Auf unseren letzten Kilometern zu unserem Hotel, begleitete uns der Berg "Ararat" am Horizont. An im soll ja Noa's Arche gestrandet sein. 

   
Dogubayazit (TR) – Täbris (IR) 09.05.2017

Grenzübertritt Iran, Panne und ein langer Tag

Nach dem Frühstück ging es Direkt zum Grenzübergang in den Iran.
Im Prinzip ist der Grenzübertritt nicht so kompliziert wie immer berichtet wird. Wir hatten jedoch fast sechs Stunden wegen eines Spezialfalles in unserer Gruppe ;-). Nach dem Zoll gleich der Kulturschock. Sind die Türken noch recht Zivilisiert im Strassenverkehr, scheint im Iran der Stärkere zu gewinnen. 
Dieser Eindruck legt sich jedoch wieder wenn man erst mal die Melodie des Verkehrsfluss verstanden hat. Nach kurzer Strecke tat es an einer Kreuzung einen Knall ich dachte an eine Fehlzündung. Als beim nächsten Blick in den Rückspiegel niemand mehr hinter mir war fuhr ich rechts ran, niemand kam. Die zwei vor mir fahrenden warteten 200m weiter. Ich schloss zu ihnen auf. Etwas später Kamen Jorgo und Erika. Sie erzählten uns, dass es länger dauern könne, da  das Motorrad von Kurt nicht mehr will. Das war dann auch die Fehlzündung. Schon fast bei einbruch der Dunkelheit ging es dann endlich weiter. Das Motorrad haben wir aufgeladen. Es waren ja nur noch ca. 150km bis zum Hotel… Wir erreichten dies kurz vor 24:00 Iranischer Zeit. Nach einer wilden Irrfahrt bei Nacht im Iranischen Stadtverkehr mit 10 Motorrädern und dem Versorgungsauto, dies sogar ohne jemanden zu verlieren… Feierabend und ein Bier ( Bavarian 0,0 %) kein Alkohol im Iran... 

  

 
Täbris (IR) – Zandschan (IR) 10.05.2017

Iranischer Verkehr und Schischabar

Nach kurzer Fahrt hielten wir am „Quri Gol“ See an. Dieser steht unter Naturschutz und bietet der seltenen Weisskopfruderente ein Zuhause. Im nächsten Ort hielten wir an um unser Picknick zu kaufen. Früchte, Brot und Jogurt. Anschliessend nahmen wir noch einen Tee in einer Schischabar. Der Picknick halt war bei der „Kizil Hauzen Brücke“. Das genaue alter der Brücke ist unbekannt. Sie soll jedoch im 8ten Jahrhundert erbaut worden sein. Die Brücke wurde 1913 renoviert, jedoch 1925 während des Separatisten Aufstandes nach dem Staatsstreich von 1921 zerstört. Im Gegensatz zu gestern war der restliche teil der Etappe nun nur noch ein Spaziergang...

  

  

 
Zandschan (IR) – Hamedan (IR) 11.05.2017

Öldscheitü Mausoleum und Ali-Sadr Höhle

Nach dem Frühstück starteten wir eine halbe Stunde früher als sonst, jedoch kamen wir nicht recht voran. An unserem Weg lag das Öldscheitü Mausoleum , dass war ursprünglich für Ali ibn Abi Talib (Vetter und Schwiegersohn Mohammeds) und dessen Sohn Hossein bestimmt. Letztlich wurde der Bauherr,Mongolensultan Öldscheitü Chodabande, darin begraben. 
Nach dem Mittagessen besuchten wir die Ali-Sadr Höhle in dessen unterirdischem See die Höhle per Boot besichtigt werden kann. Die Lufttemperatur im Innern liegt bei konstant 16°. Entdeckt wurde die Höhle erst in den 1960er Jahren und wurde 1978 für Besucher geöffnet. 

  

  

Hamedan (IR) – Isfahan (IR) 12.05.2017

lange Etappe und 1001 Nacht

Heute war Stecke machen angesagt. 470Km mussten bewältigt werden. Da im Iran heute ein Feiertag (Geburtstag des Imam Mahdi) war. War in jedem Dorf Party und es wurden Getränke und Leckereien am Strassenrand „ oder auch mitten auf der Strasse verteilt “. Wie auch schon die letzten Tage im Iran waren wir bei jedem Halt eine Attraktion. „Welcome to Iran“ „Hello where are you from“ Kann jeder Iraner.Mit der Antwort können sie aber meist nicht viel anfangen. Switzerland, Swiss ???
Etwa 100km vor Isfahan hatten wir wiedereinmal eine Panne, an Bruno's Motorrad ist der Kabelbaum zur Zündbox abvibriert was uns mit Fehlersuche und Reparatur ca. 2 Stunden aufhielt. Im Abendverkehr von Isfahan und Peripherie schlängelten wir uns die letzten 30km zwischen Autos und LKW's durch. Dabei wurden wir regelmässig noch von einheimischen Motorrädern mit teilweise ganzen Familien darauf überholt. Isfahan hat etwa 2 Millionen Einwohner, dem entsprechend ist auch der Verkehr. Die Ankunft im Hotel war eine Überraschung. Es sieht aus wie ein Palast aus 1001 Nacht. Ursprünglich war das Gebäude eine alte Karavanserei. Nobel und pompös renoviert, so dass ich alleine niemals auf die Idee gekommen wäre hier überhaupt nach einem Zimmer zu fragen. Nebst vielen Staatsoberhäuptern war hier auch schon die Queen Gast. Nach einer kurzen Dusche gingen wir ins Zentrum um noch etwas zu essen. Auch unser Restaurant war reich verziert und farbenfroh. Nach einem langen Tag ging es spät ins Bett. Zum Glück ist morgen Stadtbesichtigung angesagt 😉 Kein Motor...

  

  

Isfahan (IR) 13.05.2017

Armenische Kirche, Imam-Platz mit seinen Moscheen und dem Basar

Der Imam-Platz ist mit seinen 500m Länge der dritt grösste Platz der Welt und Doppelstöckig umringt.

 

  

                          

 
Isfahan (IR) – Yazd (IR) 14.05.2017

Dünen, Sandpiste und Hitze

Heute war das Highlight sicher das fahren auf Sand. Einige hatten so Spass daran, dass sie sich mit samt Motorrad in den Sand legten. Ein Teil davon sogar mehrmals 😉 Ich hatte nur eine brenzlige Situation, die aber im letzten Moment noch ohne Sturz ausging. Gas auf und Arme lang, wie mit dem MTB auf Schnee.
Ein Iraner hat uns dann gezeigt wie es richtig geht. Mit seinem Chinesen Motorrad fuhr er in den Dünen umher. Nach dem Nachtessen im Hotel ging ich noch mit Jürgen, Michel und Yusef ( unserem Iranischen Guide ) die Stadt Yazd anschauen. Mit der Freitagsmosche deren Minarette mit 60m die Höchsten im Iran sind. 

  

 

 
Yazd (IR) – Khoor (IR) 15.05.2107

Wüste und Oase

Der heutige Tag führte fast eine ganze Tankfüllung durch die Wüste. 30km vor unserem Etappenziel erreichten wir eine Oase. Hier trafen wir einen Neuseeländer, der mit dem Rucksack per Anhalter durch den Iran reist.

  

 
Khoor (IR) – Tabas (IR) 16.05.2017

Salzsee, Grüne Gärten in der Oase

Auf unserem heutigen Weg fuhren wir an einen Salzsee, wir befuhren die Oberfläche des See's und machen ein paar Fotos. Ich habe das Salz probiert, es war sehr salzig und schon fast wie eine Säure. Es brannte richtig an der Zunge.
Da die Etappe von Khoor bis Tabas nicht sehr lange war, hatten wir Gelegenheit trotz einer weiteren Panne an Kurt's Motorrad. Am Nachmittag noch eine Oase zu besichtigen...

  

             
Tabas (IR) – Sabzevar (IR) 17.05.2017

Dromedar, Schottersandpiste und ein kleiner Asphaltpass

Zunächst ging unser Weg etwas langweilig und schnurgerade auf der „Autobahn“ durch die Wüste. Nach dem Mittagsstopp sahen wir eine Kamelherde mit dem dazugehörigen Hirten, der auf dem Motorrad kreuz und quer durch die karge Landschaft fuhr. Nicht nur die Aussicht wurde interessanter, auch der Weg.
Wir bogen ab und nahmen eine 70km lange Schotterstrasse mit Sandpassagen und ein paar kleineren Hüpfhügel unter die Räder. Zum Schluss befuhren wir noch eine kleine Passstrasse mit bestem Asphaltbelag. Alles in allem ein sehr abwechslungsreicher Tag.

  

  
Sabzevar (IR) – Asgabat (TM) 18.05.2017

Grenzübergang wie im Film

Der heutige Tag führte uns einen Tag früher aus dem Iran als geplant.Anscheinend will der Iran nicht, dass wir noch einen Tag bleiben, wegen den Wahlen. So gingen wir anstatt nach Mashat direkt weiter nach Turkmenistan. So fuhren wir also Richtung Grenzübergang. Die Strasse dorthin ist Kurvenreich und Asphaltiert. Am Zoll angelangt begann der Bürokratie Zirkus, wir mussten unsere Motorräder und uns selbst wieder aus dem Iran ausführen. Anschliessend verabschiedeten wir uns von unserem Iranischen Guide und begannen mit der einreise nach Turkmenistan. Nach Erteilung der Visa die nur an der Grenze gelöst werden können mit Einladungsschreiben der turkmenischen Regierung. Ging es weiter mit der einfuhr der Motorräder. Man musste einzeln in jeweils 4 Büros vorsprechen. Die Fragen waren jeweils mit ja oder yes zu beantworten ;-), beim letzten Büro fragte der Beamte jedoch noch individuelle Frage auf turkmenisch… „ Bahnhof“  Dann fragte er ob ich noch etwas anderes als Deutsch sprechen. english, po russki ?
Also probierten wir es auf russisch und es klappte:-) nach dem Papierkrieg konnten wir ca. 10km durch das turkmenische Niemandsland fahren, das eine super Motorradstrecke wäre. Dann kamen wir an einem Stahltor an wo die ersten drei von uns kontrolliert wurden und der Rest durchgewunken wurde. Bei der Ankunft in Asgabat war es etwas unheimlich, die Strassen waren dreispurig, jedoch keine Autos zu sehen „Tag 1 nach der Menschheit“.Die Stadt ist riesig und Prunkvoll. Etwas mehr im Zentrum gab es dann Autos, aber immer noch sehr überschaubar. Doch wir waren nicht mehr im Iran, die Leute fahren diszipliniert und erwarten es auch von Anderen !!! kein leichtes surfen und durchschlängeln mehr ohne eine Hupe zu kassieren. (Zustände wie in der Schweiz) fast schon befremdend.;-) Nach dem Zimmerbezug im Hotel ging es zum Abendessen in die Stadt. Im Restaurant war wieder mein Russisch gefragt, jedoch klappte es zeitweise auch in Englisch 😉 Endlich wieder Bier und nicht Malzgetränke mit irgendwelchen Aromen 😉 
Da wir jetzt einen Tag Vorsprung haben bleiben wir zwei Nächte in Asgabat.


  

 
Asgabat (TM) 19.05.2017

Stadtbesichtigung

Nach dem Frühstück ging es um halb elf los mit der Stadtbesichtigung. Die Stadt ist wie schon der Eindruck von gestern fast leer, riesige Strassen prunkvolle Bauten und Parkanlagen reihen sich aneinander. Die einzigen Leute die man sieht sind jedoch fast nur zum putzen oder in Uniform. Eine Stadt die scheinbar keine Einwohner hat „Asgabat hat 700'000 Einwohner“.Wir besuchten diverse Sehenswürdigkeiten: Das Mausoleum des turkmenischen Präsidenten samt Familie, die dazugehörende Moschee, Einen Platz zum gedenken an den 2.Weltkrieg mit der ewigen Flamme und weitere Prunkbauten. Anschauen Ja fotografieren Nein. Es gibt soviel das ein Foto wert ist in dieser Stadt, jedoch darf man nur sehr beschränkt fotografieren. Vor allem Uniformierte dürfen nicht auf dem Bild sein.
Dabei war bei der ewigen Flamme gerade Wachablösung als wir vor Ort waren. Anschliessend gingen wir noch auf den russischen Markt. Hier gab es einige Leute 
jedoch war es auch hier kein Problem durch zu kommen.


  

                          

 
Asgabat (TM) – Gaskrater Tor zur Hölle 20.05.2017

Kamele, Gasflammen Zeltromantik mit Sternenhimmel

Da heute eine kürzere Etappe vor uns lag fuhren wir erst um 13:30Uhr los. Der Weg aus der Stadt war wie schon die fahrt in die Stadt. Ausserhalb säumten Kamele die Strasse. Und der Belag änderte sich im Minutentakt zwischen fast neu bis nicht vorhanden. Wir erreichten unser Ziel, eine Zeltsiedlung mitten in der Wüste und wurden mit Tee begrüsst. Nach kurzem Zimmerbezug ging es mit dem Jeep zum Gaskrater den wir noch im Sonnenschein erreichten. Wir beobachteten das Spektakel bis in die Nacht um anschliessend zum Camp zurückzukehren wo uns das Abendessen erwartete. Beim Menu auf dem Teppich unter Sternenhimmel stiessen wir noch mit Wodka an. Der Sternenhimmel war so beeindruckend, dass ich beschloss draussen zu schlafen. Morgens um drei Uhr erwachte ich da es sehr kalt wurde. Die Milchstrasse war hell erleuchtet, und ideal um ein paar Milchstrassen Fotos zu schiessen.

   
Gaskrater (TM) – Khiva (UZ) 21.05.2017

Raus aus der Wüste und Grenzübergang

Wir fuhren früh los und Erreichten den Grenzübergang noch am Vormittag. Die Ausreise aus Turkmenistan ging etwas länger, auch die Einreise nach Usbekistan war nicht die schnellste. Nach einigen Kapriolen hatten wir es jedoch geschafft. Im Hotel angekommen wurden wir gleich mit einem Kühlen Bier begrüsst.


Khiva (UZ) – Buchara (UZ) 22.05.2017

Stadtbesichtigung, lange Etappe 

Nach dem Frühstück gingen wir nach Khiva um die Altstadt zu besichtigen. Wir betreten die Stadt durch eines der Stadttore. Das Erscheinungsbild ist geprägt von Türen mit Schnitzereien, okerfarbenen Wänden und Suvenierständen. Wir bestiegen das Minarett das mit ca. 57-58m das höchste von zentral Asien sein soll… erstaunlich wie viele höchste Minarette es gibt 😉 Die Treppe im Minarett war sehr abenteuerlich und nur spärlich mit Tageslicht beleuchtet. Oben angekommen erwartete uns ein  Ausblick über die ganze Stadt. Die Etappe von Khiva bis Buchara war grösstenteils auf der Autobahn und wir kamen gut voran.
Wegen Tankstellen die keine waren benötigten wir heute zum ersten die ersatz Kanister. 371km waren mit meiner XT möglich bis auch die Reserve aufgebraucht war. Abends gab es usbekisches Schaschlick.

        

 
Buchara (UZ) 23.05.2017

Stadtbesichtigung…

  

Buchara (UZ) – Samarkant (UZ) 24.05.2017

Kein Benzin… und Stadtbesichtigung 

Wir fuhren Pünktlich los und als erstes zu einer Tankstelle. Doch ausser einer langen Autoschlange die weit in die Strasse reichte gab es dort nichts. Kein Benzin. Dann hat uns ein Einheimischer quer durch die Stadt geführt zu einer Tankstelle, wo es Benzin gab. Dort angekommen tankten wir vor allen wartenden Autos ;-). Mit vollem Tank ging es weiter, jedoch hatte unser Begleitfahrzeug auch fast kein Diesel mehr im Tank. Endlich fanden wir nach vielen versuchen eine weitere Tankstelle die uns Diesel verkaufte. Nach ca. 260km und x Versuchen unsere Motorräder wieder zu betanken, fanden wir eine Tankstelle, die uns für jedes Motorrad 10 Liter plus 3mal 20 Liter in die Kanister verkaufte. Volltanken wollten die die Motorräder jedoch nicht, da sie auch fast kein Benzin hätten.
Wir erreichten unser Hotel und gingen ins Zentrum von Samarkant um den Markt, die Bibi Khanym Moschee und die Koranschule zu besichtigen.


  

                        
Samarkant (UZ) – Angren (UZ) 25.05.2017

längere Etappe und Tankstellensuche

Heute hatten wir eine lange Etappe vor uns, die Strasse war hauptsächlich in gutem Zustand und wir kamen gut voran. Auch Benzin war heute etwas einfacher zu bekommen. Aber wieder nur begrenzt, so dass wir unsere Tanks nicht ganz füllen konnten. Wir kamen relativ früh in unserem Hotel an. Angren ist jedoch nur eine Kraftwerksstadt und es gibt nichts zu sehen. Also nahmen wir unser Abendessen im Hotel zu uns.

  

 
Angren (UZ) – Osch (KG) 26.05.2017

Grenzübergang Kirgisistan

Die Landschaft ändert sich von flach und trocken in Bergig und grün. Wenige Kilometer vor Osch passierten wir den Grenzübergang und fuhren zum Hotel. Dies ist der erste Aufenthalt in Osch. Von hier geht es dann weiter auf die Pamirtour, die durch Tadschikistan wieder nach Osch führt.

 
Osch (KG) 27.05.2017

Stadbesichtigung

Nach dem Frühstück musste ich meine persönlichen Dinge vom Motorrad demontieren, da ich für die Pamirtour ein anderes Motorrad erhalte. Anschliessend ging es zu Fuss in die Stadt. Auf dem Weg zum Markt gab es ein Becher Kwas zur Stärkung. Im Anschluss an den Markt ging ich mit Kurt und Jürgen noch auf den Suleiman Too (Suleiman Berg), dem Hausberg von Osch. Von der Platform hat man einen guten Überblick auf die Stadt.

  

  

Osch (KG) 28.05.2017

Motorradwechsel

Heute bekam ich ein anderes Motorrad für die Pamirtour, nach kleinen Einstellarbeiten ( Lenker, Brems- und Kupplungshebel) ging es auf eine kurze Testfahrt.

Osch (KG) 29.05.2017

Papansee Freeride

Die kurze Runde zum Papansee startete erst um 13:00Uhr, so das ich am Morgen noch einmal in die Stadt ging.Der Papansee dient der Stadt Osch als Wasserversorgung. Zuerst führte die Tour auf Asphalt aus der Stadt.
Dem Papansee entlang wechselte Asphalt und Schotter, um dann in trockene sandig erdige Wege zu wechseln. Die Hügel um den See sind mit Gras bewachsen und wir bogen von der Strasse ab um durch das kurze Gras zu fahren. Es waren steile Ab- und Auffahrten dabei die alle meisterten.

  

Osch (KG) -   Batken (KG) 30.05.2017

Grenze zu Tadschikistan und doch nicht ausgereist

Wir fuhren heute spät los (ca. Mittagszeit) da Perry noch auf sein Gepäck hoffte das nicht mit dem Flugzeug angekommen war. Nach abwechslungsreichen Strassen durch die Berge ging es in eine Ebene. Die erinnerte vom fahren her sehr stark an die Wüstenetappen der vergangenen Tage. Jedoch war die Landschaft grün. Bei 200km ging mein Motorrad auf Reserve...muss wohl die V8 Ausführung sein 😉 nach dem Tanken ging der Anlasser nicht mehr… Batterie leer…Angeschoben und weiter ging es. An der Grenze zu Tadschikistan angekommen bemerkten wir das wir keine Papiere für die Motorräder hatten. Also zurück zur letzten Ortschaft in Kirgistan und ein Hotel gesucht. Derweil ist ein Taxi von Osch zu uns unterwegs, das die Papiere nachliefert. Mit etwas Glück können wir Morgen über die Grenze.

 
Batken (KG) – Khujand (TJ) 31.05.2017

Grenze und ausgereist

Neuer Tag neues Glück! Heute versuchten wir es noch einmal an der Grenze. Wir kamen gut durch. Bis auf drei von uns die ein falsches Dokument dabei hatten anstatt das Visum. Nach etwas Wartezeit ging es weiter und wir erreichten schlussendlich Khujand wo wir unser Hotel mit einem Tag Verspätung bezogen.
Wir waren etwas früher in Khujnd, so dass noch Zeit blieb  die Stadt zu besichtigen.

  
Khujand (TJ) – Duschanbe (TJ) 01.06.2017

Tunnels,Passstrassen und Panorama !!!

Von Khujand bis zum ersten Highlight dauerte es etwas länger, da wir unterwegs unser Begleitfahrzeug verloren hatten. Telefonisch klappte die Verbindung nicht, so dass wir beschlossen weiter zu fahren. Nach gut der hälfte der heutigen Etappe trafen wir das Begleitfahrzeug wieder, es hatte uns unbemerkt überholt 😉 Auf dem Weg durch die Berge durchquerten wir zwei Tunnel (Shahriston- und Ansobtunnel , die auf 3000müM lagen und überall als gefährlich bezeichnet wurden. Jedoch waren sie dann nicht ganz so schlimm. Die Zufahrten zu den Tunnels waren schön Kurvenreich und leider auch mit Schlaglöchern gespickt. Das tolle Panorama war sehr beeindruckend.

  

  
Duschanbe (TJ) – Tavildara (TJ) 02.06.2017

Kurvenreiche Strassen und Baustelle eines riesigen Staudammprojekt

Der Start war gemütlich auf Asphalt, und wurde kurvenreich und ideal für die XT
in Super-Moto Manier ging es um die Ecken. Unterwegs sahen wir die Baustelle eines Megaprojektes zur Gewinnung von Strom aus Wasserkraft. Nach der Mittagspause gab es noch etwas Schotter.

  

Tavildara (TJ) – Kalai Khumb (TJ) 03.06.2017

Verschüttete Strassen und  Pass 


Wir fuhren los in Richtung heutigen Höhepunkt (3252.8müM) doch es kam schon früher besser. Die Brücke die wir passieren sollten war abgestürzt, so dass wir mit dem Motorrad noch queren konnten. Unser Begleitfahrzeug musste jedoch zurück bleiben. Wir luden das nötigste um. Und auf ging es!!! Kurz darauf war die Strasse auf ca. 200m verschüttet. Nach 1 Stunde versuchen durchzukommen entschieden wir uns einen anderen Weg zu nehmen.Der führte mit einem Umweg auch auf den Pass. Die Strasse und die Aussicht waren ein Traum.

  

 
Kalai Khumb (TJ) – Khurog (TJ) 04.06.2017

Flusspanorama, Afghanistan und Schwerverkehr

Für den heutigen Tag waren ca. 250km angesagt. Die Strasse führte dem Fluss entlang der die Grenze zu Afghanistan bildet. Was uns aufgefallen ist, auf der afghanische Seite scheint das Land fruchtbarer zu sein. Es hat viele Grünpflanzen im Gegensatz zur tadschikischen Seite. Die Häuser sehen jedoch aus wie vor 100 Jahren. Leider sind entlang der Strasse auch viele Warnschilder aufgestellt, die vor Tretmienen warnen. Auf der teilweise eng dem Fels entlang führenden Strasse fuhren Grosse LKW's die meisten mit Anhänger, so dass wir öfters überholen oder ausweichen mussten. Nach einem Tag off road mit LKW verkehr kamen wir am frühen Abend in unserem Hotel im Khurog an.


  

 
Khurog (TJ) – Bibi Fatima (TJ) 05.06.2017

Stadtpark Khurog, Staubige Schottersandpiste und Heisse Quellen

Da es noch einige Organisatorische Dinge zu erledigen gab, hatten wir den Morgen frei. Wir besichtigten den Stadtpark von Kuhrog. Nach dem Mittagessen ging es dann los, Die Strecke führte weiterhin dem Fluss entlang und war von unterschiedlicher Konsistenz. Von Asphalt bis lockeren Grobkies.Die letzten 10km 
bogen wir rechts ab und ein schmaler Weg führte stetig steigend zu unserem Hotel bis auf 3200müM. Vor dem Abendessen nahmen wir ein Bad in den heissen Quellen unweit vom Hotel.

  

 
Bibi Fatima (TJ) – Bulunkul (TJ) 06.06.2017


4200mÜM Pass, Schotterpisten Übernachtung auf 3800mÜM

Nach einem reichhaltigen Frühstück ging es auf der selben Strasse wie am Abend zuvor wieder Talwärts. Unsere Route führte uns über einen 4200m hohen Pass. Die Temperatur wurde merklich kühler und wir kamen in einen leichten Schneeschauer. 
Die Nacht verbrachten wir in einem Homestay in Bulunkul.


  

 
Bulunkul (TJ) – Murgab (TJ) 07.06.2017

Asphalt, off road und Banja

Am Morgen gingen einige von uns Noch bei einem „nahegelegenen“ See Fischen.
Anschliessend fuhren wir los in Richtung Murgab auf der M41. Nach einiger Zeit beschlossen wir unseren Weg parallel zur Strasse off road zu führen. Nach einer längeren Zeit hatte es einige Moorhügel die Plötzlich auftauchten 😉 Mit etwas Mühe konnte ich das Motorrad halten und zurück auf die Strasse. Als das Gelände wieder halbwegs befahrbar aussah beschloss ich die Strasse wieder zu verlassen. 
Es war guter harter Sand und gut zu fahren. Dann ein kleiner Hügel, noch einer und noch einer alles mit Gas haltbar. Doch dann ein ca. 80cm hoher Wall aus Sand mit Steiler Rampe. Bremsen war keine Option mehr, also beherzt drauf los und die Front leicht machen. Doch der Motorschutz und das Hinterrad knallten voll durch den Wall und ich landete nach etwas Airtime mit dem Vorderrad zuerst… Himmel,Sand,Himmel und wieder Sand und da lag ich. Aufgestanden alles Ok. Killswitch am Motorrad gedrückt und wieder aufrichten. Die rechte Seite vom Lenker war etwas verbogen doch ohne Probleme fahrbar. In der Mittagspause schauten wir ob man den Lenker richten kann doch 100% ging es nicht. Der Rest des Tages ging es der Strasse entlang nach Murgab wo wir unser Nachtlager hatten.


  

 
Murgab (TJ) – Sarytasch (KG) 08.06.2017

Pass mit 4655müM , Chinesische Grenze
 
Heute hiess es warm anziehen, unser Tages Höhepunkt war der AK-Baital mit 4655m Höhe. Die Höhe war immer noch sehr anstrengend obwohl wir die letzten Tage praktisch nicht mehr unter 3000m gingen. Auf der Passhöhe versuchten Philipp und ich noch etwas höher zu kommen. Wir schafften ca. 25 Höhenmeter mehr, doch die XT's hatten fast keine Leistung mehr um in diesem Gelände die Steigung zu bewältigen. Hochfahren an der Kupplung bis zum verhungern 🙂
Anschliessend fuhren wir ca. 300 Höhenmeter runter wo wir einen Kaffeehalt einlegten. Die Strasse führte dem Niemandsland an der chinesischen Grenze entlang. An einer Stelle hatte der Grenzzaun eine Lücke ideal für ein Foto 🙂
Anschliessend war noch der Grenzübergang zurück nach Kirgistan an der Reihe. Da es etwas länger dauerte übernachteten wir nicht wie geplant im Basiscamp zum Pik Lenin sondern in einem Homestay in Sarytasch.

  

  

 
Sarytasch (KG) – Osch (KG) 09.06.2017

Basis Camp Pik Lenin, Abstieg nach Osch

Nach dem wir nicht im Basis Camp am Pik Lenin in der Jurte übernachten konnten, fuhren wir am Morgen dorthin um einen Kaffee zu trinken. Anschliessend ging es zurück  nach Sarytasch um das Gepäck zu packen um nach Osch aufzubrechen.
Die Strassen waren für einmal alle Asphaltiert und in einem guten Zustand. Nach dem Mittagessen lagen noch zwei Passüberfahrten vor  uns bevor wir in das Sommerliche Osch zurückkehrten.